Die neuen Arbeitsweisen, die die Pandemie mit sich gebracht hat, mögen dazu geführt haben, dass Büros für viele Unternehmen der Vergangenheit angehören und die Zahl der digitalen Nomaden schnell auf mehr als 1 Milliarde angestiegen ist, doch Remote-Teams entwickeln sich stetig weiter. Das Aufkommen des „Workcation“-Konzepts bedeutet, dass Ihr Team sich nicht mehr lange im selben Land oder in einem bestimmten Land befinden muss.

Was versteht man unter „Workcation“?

Bei „Working vacations“ bzw. „Workcations“, also einem „Arbeitsurlaub“, wenn man es wörtlich übersetzt, wird Remote-Arbeit mit Reisen verbunden, was es Mitarbeitern ermöglicht, die Vorteile des Reisens zu nutzen, ohne sich lange freinehmen oder sich von ihren beruflichen Pflichten zurückziehen zu müssen. Ähnlich wie bei der Heimarbeit bieten „Workcations“ Mitarbeitern die Möglichkeit, „von überall aus – also ortsunabhängig – zu arbeiten“, einschließlich ihrer idealen Urlaubsziele.

Angesichts der Tatsache, dass fast die Hälfte der Mitarbeiter angibt, dass sie einen Job aufgeben würden, der keine Flexibilität in Bezug auf ihre Remote-Arbeitsmöglichkeiten bietet, können „Workcations“ dazu beitragen, die Zufriedenheit der Mitarbeiter sicherzustellen. Wenn Ihr Unternehmen noch keine Richtlinie für internationale Remote-Arbeit eingeführt hat, ist jetzt möglicherweise ein idealer Zeitpunkt dafür. Tatsächlich gaben 65% der amerikanischen Remote-Beschäftigten an, daran interessiert zu sein, in Zukunft eine „Workcation“ zu machen und auf Reisen zu arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen „Workcations“ und Geschäftsreisen?

„Workcations“ mögen oberflächlich betrachtet gewissermaßen exotisch erscheinen, aber es ist wichtig zu verstehen, dass eine „Workcation“ weder ein Urlaub im herkömmlichen Sinne noch dasselbe wie eine Geschäftsreise ist. „Bleisure“-Reisen, bei denen Geschäftsreisen mit zusätzlicher Urlaubszeit kombiniert werden, sind ebenfalls erheblich anders, da Arbeit und Freizeit immer noch deutlich voneinander getrennt sind. Inwiefern unterscheidet sich also eine „Workcation“?

Geschäftsreisen sind für ein Unternehmen notwendig und erfordern, dass das Unternehmen in Folgendes involviert ist:

  • Reisepläne
  • Daten, Zeiten und Standorte
  • Ausgaben
  • Buchung von Flügen und Unterkünften
  • Vendor Management bzw. Lieferantenmanagement
  • Handhabung von Problemen in letzter Minute oder Umgang mit Notfällen

Bei einer „Workcation“ liegen alle diese Aspekte in der Verantwortung des Mitarbeiters, vorausgesetzt dies steht im Einklang mit der Unternehmensrichtlinie für das Arbeiten aus dem Ausland, sodass der Mitarbeiter die Möglichkeit hat, von einem Ort seiner Wahl aus zu arbeiten, an einem für ihn geeigneten Datum abzureisen und sich selbst um seine Reise, Unterkunft und Verpflegung zu kümmern. Im Wesentlichen bucht ein Mitarbeiter eine persönliche Urlaubsreise, aber mit der Absicht, zu arbeiten, wenn er am Reiseziel ankommt.

Warum sollte Ihr Unternehmen „Workcations“ unterstützen?

Wie bereits erwähnt, ist eine „Workcation“ nicht dasselbe wie ein Urlaub und sollte auch nicht als Ersatz dafür angesehen werden. Aber angesichts dessen, dass gemäß einem TUC-Bericht Burn-out auf dem Vormarsch ist und das Mitarbeiterengagement laut einer Umfrage von Gallup ein 10-Jahres-Tief erreicht hat, könnte die „Workcation“ der Schlüssel zur Verbesserung der weltweiten Arbeitsmoral sein, indem das Arbeiten von überall auf der Welt aus ermöglicht wird.

Es ist bereits bewiesen, dass Remote-Arbeit funktioniert. Es ist nicht nur das, was sich die Mitarbeiter wünschen, sondern es trägt auch dazu bei, das Geschäftsergebnis eines Unternehmens zu verbessern. Da nur 39% der im Rahmen der Umfrage von Gallup Befragten angaben, das Gefühl zu haben, dass sich bei der Arbeit jemand um sie als Person kümmert, und der Bericht von TUC nahelegt, dass mangelnde Verhandlungsbereitschaft in Bezug auf das Arbeitspensum und die Prozesse zu Burn-out beigetragen hat, kann die Einführung einer Richtlinie für internationale Remote-Arbeit dabei helfen, die Moral zu steigern.

Wenn ein Unternehmen seinen Teams grünes Licht für „Workcations“ gibt, kann es beweisen, dass es seine Mitarbeiter als Menschen mit ihren ganz eigenen Wünschen, Träumen und Bestrebungen ansieht – solche, die nicht auf Kosten der Arbeitsplatzsicherheit oder Effizienz gehen müssen.

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Ist ein Mitarbeiter auf „Workcation“ ein digitaler Nomade?

Digitale Nomaden setzen sich aus allen Arten von Mitarbeitern zusammen, und während es sich bei der Mehrheit um Freiberufler handelt, erfüllt auch ein Vollzeitangestellter, der sich eine Richtlinie für das Arbeiten aus dem Ausland optimal zunutze macht, die Kriterien dafür. Dennoch unterscheidet sich dies aber von einer „Workcation“, wobei es sich in der Regel um einen kurzzeitigen Plan handelt, der von wenigen Tagen bis zu ein paar Wochen reicht, wohingegen die Tätigkeit als digitaler Nomade als dauerhafter, fortwährender Lebensstil angesehen wird. Je nach Art der Richtlinie für ortsunabhängiges Arbeiten, die in einem Unternehmen gilt, kann ein Mitarbeiter aber sicherlich auch ein digitaler Nomade sein, der im Rahmen einer langen Reihe von aufeinanderfolgenden „Workcations“ von einem Standort zum nächsten zieht.

Die Vor- und Nachteile von „Workcations“

Bevor Sie Ihrem Team die Möglichkeit von „Workcations“ eröffnen, gibt es einige Dinge zu beachten.

Vorteile einer „Workcation“:

„Workcations“ bieten Mitarbeitern die Möglichkeit,

  • zu reisen ohne Freizeit einzubüßen.
  • Reisen zu weiter entfernten Zielen zu unternehmen.
  • sich zu erholen und neue Energie zu tanken.
  • dem Alltag zu entfliehen, ohne sich darüber zu sorgen, sich von beruflichen Pflichten zurückziehen zu müssen.
  • ihre Freizeit optimal zu nutzen, indem sie eine neue Stadt erkunden.
  • neue Erfahrungen zu sammeln und Einblicke zu gewinnen, die unmittelbar ihre Arbeitsmentalität verbessern können.
  • die Moral zu verbessern.

Wenn Sie „Workcations“ zulassen, können Sie auch Zeiträume vermeiden, in denen ganze Teams zur gleichen Zeit Urlaub nehmen (beispielweise betrug die Anwesenheit im Büro in den USA zur Weihnachtszeit 42,7% der Durchschnittswerte vor der Pandemie), was dazu führen kann, dass Projekte und die Produktivität zum Stillstand kommen. Gleichzeitig ermöglichen es „Workcations“ den Mitarbeitern, ihre persönlichen Ziele zu verfolgen, ohne ihre beruflichen Ambitionen zu opfern, indem sie sich eine längere Auszeit zum Reisen nehmen.

Nachteile einer „Workcation“:

So attraktiv das Arbeiten auf Reisen auch klingen mag, ist es möglicherweise nicht für alle oder jedes Unternehmen geeignet. Zu den potenziellen Nachteilen dieser Arbeitsweise gehören die folgenden Aspekte:

  • Nicht in der Lage zu sein, sich vollständig von der Arbeit zu lösen, kann die Vorteile des Reisens abschwächen.
  • Reisen kann bei einem ohnehin schon hohen Arbeitspensum zu zusätzlichem Stress führen.
  • Teams können sich abgekoppelt fühlen, wobei Studien zeigen, dass selbst eine Stunde Zeitunterschied zwischen den Zeitzonen zu 19% weniger synchroner Kommunikation führen kann.
  • Unvorhergesehene Probleme, entweder bei der Arbeits- oder bei der Reiseplanung, können schwieriger zu handhaben und zu lösen sein.
  • Es können Ungleichheiten am Arbeitsplatz hervorgehoben werden, wenn in einigen Positionen keine „Workcations“ möglich sind.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei einer „Workcation“ weder um eine Geschäftsreise noch um einen Urlaub, was dazu führen kann, dass Mitarbeiter das Gefühl haben, weder das eine noch das andere effektiv zu machen. Das Ergebnis kann übermäßiger Stress sein, der durch die Logistik von Reisen verursacht wird, wobei die Erwartung besteht, dass die Mitarbeiter in ihrer alltäglichen beruflichen Funktion weiter voll präsent und produktiv sind.

Vorbereitung auf „Workcations“

Wie effektiv eine „Workcation“ letztendlich ist, hängt von den unterschiedlichen Persönlichkeiten und davon ab, wie die Menschen ihre Work-Life-Balance bevorzugt kategorisieren. Grundsätzlich sollten Unternehmen aber in Betracht ziehen, ihren Teams die Möglichkeit von „Workcations“ zu bieten.

Dazu benötigen Unternehmen eine solide, gut strukturierte Richtlinie, in der dargelegt wird, wie sich Teammitglieder Zeit zum Reisen und Arbeiten nehmen können. Obwohl die Begriffe für diese Richtlinien oft synonym verwendet werden, kann es einige wesentliche Unterschiede geben:

  • Richtlinie für ortsunabhängiges Arbeiten: Diese ermöglicht es einem Mitarbeiter in der Regel, als das Hauptarbeitsmodell von einem beliebigen Standort aus zu arbeiten – entweder im Ausland oder von zu Hause.
  • Richtlinie für das Arbeiten aus dem Ausland: Darin wird in der Regel dargelegt, wie ein Mitarbeiter eine bestimmte Zeit lang (nicht dauerhaft), von einem anderen Land aus arbeiten kann.

Abgesehen von einer strengen Verwaltung sollten sich direkte Vorgesetzte und Personen in Führungspositionen auch darauf vorbereiten, ein Team auf „Workcation“ auf folgende Art und Weise zu unterstützen:

  • Sie sollten eng mit den Teammitgliedern zusammenarbeiten, um flexible Arbeitsprozesse zu entwickeln.
  • Sie sollten Daten oder Zeiten des Jahres angeben, zu denen die Arbeitsauslastung keine „Workcations“ zulässt.
  • Sie sollten Anrufe und Einzelgespräche vereinbaren, um in Kontakt zu bleiben.
  • Sie sollten entscheiden, ob eine gewisse Übergabe erforderlich ist, um Verzögerungen oder Probleme in Zusammenhang mit der Vorbereitung der „Workcation“ eines Mitarbeiters zu vermeiden.
  • Sie sollten Anreize für das Reisen bieten, etwa mit Ersparnissen und Prämien wie sie von Booking.com for Business angeboten werden.

Erstellen Ihrer Richtlinie für ortsunabhängiges Arbeiten

Eine Richtlinie für Remote-Arbeit ist ein entscheidender Aspekt jedes Unternehmens, das dem Modell der „Heimarbeit“ oder des hybriden Arbeitens folgt. Eine solide Richtlinie für internationale Remote-Arbeit sollte Folgendes beinhalten:

  • Wie man eine „Workcation“ beantragt

Dazu gehört beispielsweise, dass der Mitarbeiter angibt, wohin er reisen möchte, für wie lange und ob er beabsichtigt, die „Workcation“ mit bezahltem Urlaub zu kombinieren.

  • Wie der Antrag geprüft wird und wer ihn genehmigen muss

Erläutern Sie, wer in den Prüfungsprozess einbezogen werden muss und was zu beachten ist, z.B. direkte Vorgesetzte, das Personalteam und Abteilungsleiter, die bevorstehende Fristen und die Arbeitsauslastung berücksichtigen müssen.

  • Zeitrahmen

Geben Sie eine ungefähre Zeit an, wie lange es dauern kann, bis eine Entscheidung über die Genehmigung der „Workcation“ getroffen wird.

  • Wie sich eine „Workcation“ gegebenenfalls auf andere berufliche Aspekte oder Vorteile auswirkt

Wenn eine „Workcation“ einen anderen beruflichen Vorteil beeinträchtigen könnte, sollte dies vollständig erläutert werden. Beispielsweise kann es sein, dass ein Mitarbeiter, der eine einmonatige „Workcation“ unternimmt, seine Dienstwagenpauschale für diesen Monat nicht erhält.

  • Wichtige Ansprechpartner, um im Ausland Unterstützung zu erhalten

Jede Richtlinie für das Arbeiten aus dem Ausland sollte als Referenz für die Mitarbeiter auf „Workcation“ dienen, und nicht nur als Ausgangspunkt für diejenigen, die eine „Workcation“ anstreben. Geben Sie vor diesem Hintergrund die wichtigsten Support-Kontakte an, die die Mitarbeiter möglicherweise benötigen, wie z.B. die IT-Abteilung.

  • Arbeitszeiten und Zeitzonen

Geben Sie die Anzahl der Arbeitsstunden an, die von einem Mitarbeiter im Ausland erwartet wird, und ob die Arbeitsstunden in der lokalen Zeitzone absolviert oder die gleichen Kernarbeitszeiten wie die des Hauptbüros eingehalten werden müssen.

  • Verfahren im Fall von Problemen während des Auslandsaufenthalts

Legen Sie dar, was zu tun ist, wenn die Dinge nicht planmäßig verlaufen, zum Beispiel, ob es automatisch als bezahlter Urlaub gilt, wenn ein Mitarbeiter ankommt und feststellt, dass er für die erste Woche keinen WLAN-Zugang hat.

  • Erwartungen an die Sicherheit

Beschreiben Sie, was der Mitarbeiter tun muss, um die Ausrüstung und das Material des Unternehmens sicher und vertraulich zu halten, z.B. indem Sie die Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke verbieten.

  • Zulässige Ausrüstung

Geben Sie an, welche Unternehmensausrüstung der Mitarbeiter mitnehmen darf, und was im Fall von Verlust oder Schäden geschehen soll.

  • Ausgaben und Kosten

Führen Sie detailliert auf, welche Ausgaben gegebenenfalls vom Unternehmen übernommen werden, beispielsweise mobiler Internetzugang oder internationale Anrufe.

  • Bevorzugte Anbieter

Es empfiehlt sich, bevorzugte Anbieter für Dinge wie Unterkunft, Internet oder Banken aufzulisten, die die Mitarbeiter nutzen sollten. Wenn Sie auf seriöse und/oder vertrauenswürdige Quellen bestehen, können Störungen und Beeinträchtigungen auf ein Minimum reduziert werden. Booking.com for Business bietet auch Zugang zu Ersparnissen und Prämien und einer Vielzahl von Unterkunftseinträgen sowie einer großen Auswahl an Flügen und Mietwagen.

Rechtliche Aspekte in Zusammenhang mit „Workcations“

Unternehmen sollten auch ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, wenn es um „Workcation“-Ziele und rechtliche Auswirkungen geht. Zum Beispiel: Welche Länder sind unzulässig oder in welchen Ländern gibt es zeitliche Beschränkungen aufgrund von Visabestimmungen?

Darüber hinaus sollten auch Visafragen und steuerliche Aspekte berücksichtigt werden. Wenn ein Unternehmen eine Richtlinie für ortsunabhängiges Arbeiten erstellt, die es Mitarbeitern ermöglicht, semi-permanent aus dem Ausland zu arbeiten, besteht möglicherweise die Notwendigkeit (und die Kostenfrage), einen Drittanbieter mit der internationalen Gehaltsabrechnung und Wahrung der Compliance zu beauftragen. Muss beispielsweise Steuer am Standort des Mitarbeiters gezahlt werden? Sie müssen sich auch über die lokalen Arbeitsgesetze informieren, um sicherzustellen, dass Sie Aspekte wie die vorgeschriebenen Arbeitszeiten einhalten.

„Workcations“ anbieten

„Workcations“ können dazu beitragen, die Attraktivität Ihres Unternehmens für Mitarbeiter zu erhöhen und die Moral ihres aktuellen Teams zu steigern. Bieten Sie Ihren Teammitgliedern die Möglichkeit, das Beste aus ihren Reisen zu machen, ohne gezwungen zu sein, sich von ihren beruflichen Pflichten zurückzuziehen. Und mit einer Auswahl von über 3 Millionen Unterkünften und einer Vielzahl von Flügen und Mietwagen bei Booking.com for Business können Sie sicher sein, dass Ihr Team den perfekten Ort zum Arbeiten, Entspannen und Erkunden findet.

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